Meistens wache ich morgens auf und es fühlt sich grau und trüb an, sodass ich mir am liebsten die Decke über den Kopf ziehen und weiterschlafen würde. Wenn ich schlafe ist alles gut. Vielleicht schlafe ich deswegen so gern. Wenn ich genug Kraft gesammelt habe, um den Tag zu beginnen, stehe ich auf und mache alles das, was man so macht. Ich versorge meine Katzen, ich mache mich fertig (wenn ich zur Arbeit muss, sonst verschiebt sich das oft gerne weiter nach hinten) und dann mache ich das, was getan werden muss.
Während des Tages ist eigentlich alles mühsam, weil Zwangsgedanken mein stetiger Begleiter sind. Oft bin ich abends total groggy, obwohl ich nichts Besonderes gemacht habe. Ich habe nur den Alltag hinter mir gelassen. Was für den „normalen“ Menschen Routine ist, ist für mich ein großes Stück Arbeit. Das Denken und die darauffolgenden Zwangshandlungen erschweren mir die Routine und alles kostet nicht nur Zeit sondern auch unglaublich viel Energie. Ich weiß nicht, wie sich ein Alltag anfühlt, wenn man keine Zwänge hat. Ist er dann leicht? Ist es morgens nicht trüb? Hat man Zeit übrig und ist man abends sogar noch fit und hat Energie um zum Beispiel Sport zu machen? Ich weiß es nicht, denn ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie es sich angefühlt hat, als ich noch keine Zwänge hatte.
In meinen folgenden Blogs, werde ich Euch anhand von Situationen meinen Zwangsalltag etwas näher bringen und es versuchen zu erklären. Vielleicht erkennt sich der Eine oder Andere darin wieder. Nicht jeder Tag fühlt sich gleich an und es gibt Tage oder Perioden, wo es sich sogar fast „zwangsfrei“ anfühlt.
Für heute wünsche ich Euch eine erholsame und energiebringende Nacht.
Eure Suki
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