Suki im Mondschein

Erzählungen aus dem Leben in der Dunkelheit der Zwänge

Meistens wache ich morgens auf und es fühlt sich grau und trüb an, sodass ich mir am liebsten die Decke über den Kopf ziehen und weiterschlafen würde. Wenn ich schlafe ist alles gut. Vielleicht schlafe ich deswegen so gern. Wenn ich genug Kraft gesammelt habe, um den Tag zu beginnen, stehe ich auf und mache alles das, was man so macht. Ich versorge meine Katzen, ich mache mich fertig (wenn ich zur Arbeit muss, sonst verschiebt sich das oft gerne weiter nach hinten) und dann mache ich das, was getan werden muss.

Während des Tages ist eigentlich alles mühsam, weil Zwangsgedanken mein stetiger Begleiter sind. Oft bin ich abends total groggy, obwohl ich nichts Besonderes gemacht habe. Ich habe nur den Alltag hinter mir gelassen. Was für den „normalen“ Menschen Routine ist, ist für mich ein großes Stück Arbeit. Das Denken und die darauffolgenden Zwangshandlungen erschweren mir die Routine und alles kostet nicht nur Zeit sondern auch unglaublich viel Energie. Ich weiß nicht, wie sich ein Alltag anfühlt, wenn man keine Zwänge hat. Ist er dann leicht? Ist es morgens nicht trüb? Hat man Zeit übrig und ist man abends sogar noch fit und hat Energie um zum Beispiel Sport zu machen? Ich weiß es nicht, denn ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie es sich angefühlt hat, als ich noch keine Zwänge hatte.

In meinen folgenden Blogs, werde ich Euch anhand von Situationen meinen Zwangsalltag etwas näher bringen und es versuchen zu erklären. Vielleicht erkennt sich der Eine oder Andere darin wieder. Nicht jeder Tag fühlt sich gleich an und es gibt Tage oder Perioden, wo es sich sogar fast „zwangsfrei“ anfühlt.

Für heute wünsche ich Euch eine erholsame und energiebringende Nacht.

Eure Suki

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2 Antworten zu „Jeder Tag ist eine Herausforderung!“

  1. Avatar von Daniel.K.
    Daniel.K.

    Hey Suki,
    ich denke ich kann das ein wenig nachvollziehen. Ich habe zwar keine Zwänge dafür habe ich chronische Schmerzen, jeden einzelnen Tag. Mir geht es ähnlich, das ich mir morgens am liebsten wieder die Bettdecke über den Kopf ziehen würde. Aber das bringt ja auch nichts.
    Ich bin irgendwann an einen Punkt gekommen an dem ich mich entschlossen habe, meine Leben nicht von den Schmerzen bestimmen zu lassen. Ich habe den Schmerzen gesagt das sie mir mal den Buckel runter rutschen können. Ganz klar , ich bestimme meine Leben, nicht die.
    Funktioniert mal mehr mal weniger.
    Vielleicht schaffst du es ja auch , den Zwängen zu sagen, das sie zum Teufel gehen . Ich würde es dir gönnen .

    Ich versuche den Blog auch zu einer Art Tagebuch zu machen, bzw. einen positiven Einblick in einen Teil meines Lebens zu geben.

    Alles Liebe Daniel

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    1. Avatar von Suki

      Lieber Daniel,

      meine erste Nachricht. Etwas Besonderes! 🙂
      Lieben Dank. Es hat mich sehr gefreut. Ich bin absoluter Anfänger (siehe Website) und arbeite mich gerade dadurch und hoffe die Seite mit der Zeit zu verschönern. Manchmal hilft es schon zu wissen, dass man nicht allein ist. Und der Austausch hilft ebenso. Auch wenn es sich grau und trüb liest und auch wenn es oft so ist, bin ich ein positiver Mensch und meine Euphorie lenkt mich sehr oft ins Licht. Den Blog als eine Art Tagebuch zu führen ist eine schöne Idee. Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute und dass Du den Schmerz weiterhin zum Teufel jagst!
      Liebe Grüße
      Suki

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